Fachberatung

So wählen Sie den richtigen Wintergarten

Wintergarten richtig wählen: Verglasung, Ausrichtung und Heizung entscheiden über Komfort – für tropische Pflanzen sind mindestens 20 °C dauerhaft nötig.

Wintergärten

Kurz gesagt: Ein Wintergarten ist ein verglaster, an das Haus angebauter Raum, der den Innenbereich mit dem Garten verbindet und ganzjährig oder nur saisonal genutzt werden kann. Bei der Auswahl sollten Sie die Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen, die Art der Verglasung, die Heizung und Ihre Nutzung berücksichtigen, außerdem eine Größe, die zum Stil des Hauses passt, und vor allem einen zuverlässigen Hersteller, der eine maßgeschneiderte Lösung entwirft.

Ein Wintergarten ist ein verglaster, an das Haus angebauter Raum, der den Komfort des Innenbereichs mit dem Blick in den Garten und viel Tageslicht verbindet. Während eine klassische Terrasse oder ein Pavillon vor allem vor Regen und Sonne schützt, schafft ein gut geplanter Wintergarten ein vollwertiges Wohnzimmer, das Sie auch außerhalb der Saison nutzen können. Genau deshalb ist er eine Investition, die den Wert Ihrer Immobilie steigert und Ihren Wohnraum erweitert. Bevor Sie ein solches Projekt in Angriff nehmen, lohnt es sich, so viele Informationen wie möglich zu sammeln und einige zentrale Entscheidungen zu durchdenken, die bestimmen, wie komfortabel Sie den Raum nutzen werden.

Wie Sie den richtigen Wintergarten wählen

Wie sollten Sie einen Wintergarten nach den Himmelsrichtungen ausrichten?

Die Ausrichtung eines Wintergartens nach den Himmelsrichtungen ist einer der wichtigsten Faktoren, denn sie beeinflusst direkt die Menge an Licht und Wärme (bekannt als solarer Wärmegewinn), die im Laufe des Tages und über die Jahreszeiten hinweg in den Raum strömt.

Nach Norden ausgerichtete Wintergärten sind spürbar kühler und werden vor allem von jenen genutzt, die direkte Sonne nicht mögen. Nach Süden ausgerichtete hingegen sind praktisch das ganze Jahr über hell und warm, brauchen im Sommer aber Schutz vor Überhitzung – etwa mit Jalousien, Beschattungsvorhängen oder außenliegender Beschattung.

Eine Ausrichtung nach Südosten oder Südwesten erweist sich oft als idealer Kompromiss. Sie fängt angenehmes Morgen- oder Nachmittagslicht ein und mildert zugleich die störende direkte Sonne während der heißesten Stunden des Tages. Überlegen Sie bei der Entscheidung auch, zu welcher Tageszeit Sie den Raum am meisten nutzen werden.

Wintergarten

Welche Verglasung sollten Sie für einen Wintergarten wählen?

Die Verglasung ist das Herzstück jedes Wintergartens und entscheidet darüber, wie Sie sich darin im Sommer wie im Winter fühlen. Hochwertiges Isolierglas hilft, in den kalten Monaten die Wärme zu halten, und begrenzt zugleich die Überhitzung im Sommer, sodass der Raum den größten Teil des Jahres über angenehm ist. Die Unterschiede zwischen den Glasarten sind erheblich: Zweifach-Isolierverglasung hat einen Wärmedurchgangskoeffizienten U von etwa 1,8 bis 3 W/(m²·K), während Dreifachverglasung bis auf 0,5 bis 1 W/(m²·K) heruntergeht – ein niedrigerer Wert bedeutet bessere Dämmung und weniger Wärmeverlust im Winter.

Neben der Glasart sollten Sie auch das Material der tragenden Konstruktion berücksichtigen. Aluminiumprofile sind fest, schlank und praktisch wartungsfrei, was sie zu einer beliebten Wahl für moderne Wintergärten macht. Bei Türen und Öffnungselementen stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl, von klassischen Drehtüren bis hin zu Schiebetüren, die in puncto Platzersparnis zu den praktischsten zählen. Gut gewählte Verglasung und Öffnungen sorgen außerdem für die nötige Belüftung, die für den Komfort in einem verglasten Raum entscheidend ist.

Heizung und Nutzung

Bevor Sie mit der Planung beginnen, machen Sie sich klar, wie Sie den Wintergarten nutzen möchten. Wird es ein ganzjährig bewohnter Raum sein oder ein Ort, in den Sie sich vor allem in der wärmeren Jahreszeit zurückziehen? Diese Entscheidung bestimmt die Verglasung, die Dämmung und die Heizung, die Sie benötigen.

Wenn Sie den Raum ganzjährig nutzen möchten, planen Sie Heizung und eine bessere Dämmung ein, um die Wärme auch im Winter drinnen zu halten. Ein saisonaler Wintergarten, den Sie überwiegend im Frühling, Sommer und Herbst nutzen, fällt tendenziell einfacher und günstiger aus. Durchdenken Sie auch die konkrete Nutzung – zum Entspannen, Lesen, für den Morgenkaffee, für gesellige Anlässe oder zum Pflanzenzüchten –, denn sie beeinflusst die benötigte Größe und Ausstattung.

Um die vielen Vorteile eines Wintergartens zu vergleichen, lesen Sie unsere Zusammenfassung der fünf wichtigsten Gründe für einen Wintergarten.

Wie Sie den richtigen Wintergarten wählen

Größe und Harmonie mit dem Stil des Hauses

Ein an ein Haus angebauter Wintergarten sollte so aussehen, als wäre er von Anfang an Teil davon gewesen. Achten Sie daher bei der Wahl von Form und Größe auf die Architektur und den Stil des Hauses, damit die neue Konstruktion innen wie außen harmonisch wirkt.

Die richtige Größe hängt vom verfügbaren Platz, der Größe Ihrer Familie und der geplanten Nutzung ab. Ein genaues Ausmessen des Standorts vor der Planung hilft Ihnen, spätere Komplikationen zu vermeiden und Abmessungen zu wählen, die komfortabel und dennoch im Verhältnis zum restlichen Grundstück und zum Haus stehen.

Pflanzen im Wintergarten

Für viele Menschen ist ein Wintergarten der ideale Ort für Pflanzen, die in unserem Klima sonst nicht überleben würden. Möchten Sie tropische Arten züchten, die eine höhere Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur von mindestens 20 °C benötigen, bietet ein verglaster Raum geeignete Bedingungen dafür. Beliebte Kandidaten sind der Feigenbaum, Bromelien, Orchideen, Palmen und die Bananenpflanze. Unter den subtropischen Arten gedeihen Zitrusgewächse, Kakteen und Orangenbäume, die den Raum zudem mit einem angenehmen Duft erfüllen.

Die Wahl des Anbieters

Die Planung und der Bau eines Wintergartens erfordern Erfahrung, daher ist die Wahl des Anbieters ebenso wichtig wie die technischen Spezifikationen selbst. Bevorzugen Sie einen zuverlässigen Hersteller, der den Raum persönlich ausmisst, zu Ausrichtung, Verglasung und Heizung berät und eine auf Ihr Haus zugeschnittene Lösung entwirft.

Falls Sie noch abwägen, ob ein Wintergarten oder eine andere Art von Außenkonstruktion besser zu Ihnen passt, hilft Ihnen unser Vergleich im Artikel Pavillon oder Pergola: Welche Wahl treffen. Mit einem guten Partner und einer durchdachten Planung wird ein Wintergarten zu einem Raum, den Sie über Jahre hinweg nutzen und genießen werden.

Häufige Fragen

Was ist ein Wintergarten?

Ein Wintergarten ist ein verglaster, an ein Haus angebauter Raum, der den Innenbereich mit dem Garten verbindet und die Menge an Tageslicht maximiert. Je nach Bauweise und Heizung lässt er sich ganzjährig als vollwertiges Wohnzimmer nutzen oder nur saisonal während der wärmeren Jahreszeit.

Welche Ausrichtung ist für einen Wintergarten am besten?

Die allgemein vorteilhafteste Ausrichtung ist meist Südosten oder Südwesten, die viel Licht mit einer Reduzierung der störenden direkten Sonne verbindet. Nach Norden ausgerichtete Wintergärten sind kühler; nach Süden ausgerichtete sind hell und warm, brauchen im Sommer aber Schutz vor Überhitzung. Entscheiden Sie auch danach, wann Sie den Raum am meisten nutzen möchten.

Kann ein Wintergarten ganzjährig genutzt werden?

Ja – wenn er mit hochwertiger Verglasung, Dämmung und Heizung geplant ist, lässt er sich ganzjährig nutzen, auch im Winter. Möchten Sie den Raum nur saisonal nutzen, genügt eine einfachere und günstigere Bauweise ohne ganzjährige Heizung.

Welche Pflanzen eignen sich für einen Wintergarten?

Für einen Wintergarten eignen sich Pflanzen, die Feuchtigkeit und höhere Temperaturen mögen. Unter den tropischen Arten sind der Feigenbaum, Bromelien, Orchideen, Palmen und die Bananenpflanze beliebt; unter den subtropischen Zitrusgewächse, Kakteen und Orangenbäume.

František Kečkéš — Gründer von Gazebo, maßgefertigte Gartenpavillons und Pergolen
Über den Autor

František Kečkéš

Gründer des Familienbetriebs Gazebo. Seit 2009 entwirft er maßgefertigte Pergolen, Gartenpavillons und Wintergärten — vom ersten Entwurf über die Produktion bis zur Montage.

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